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Konvergente Plattengrenzen Mindmap

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Das Thema verstehen

Konvergente Plattengrenzen entstehen, wenn zwei lithosphärische Platten aufeinander zu wandern und dabei kollidieren. Je nach Beschaffenheit der Platten entstehen unterschiedliche Prozesse: Ozeanische Kruste taucht in Subduktionszonen unter andere Platten ab, während kontinentale Kruste bei Kollisionen mächtige Gebirgszüge wie den Himalaya formt. Typische Folgen sind Tiefseegräben, Vulkangürtel, Erdbeben und metamorphe Gesteine. Diese Mindmap ordnet Mechanismen, Landformen und konkrete Beispiele wie die Anden, den Alpenbogen und den Pazifischen Feuerring übersichtlich aneinander.

Warum Platten abtauchen
Bei konvergenten Grenzen entscheidet die Dichte darüber, was geschieht. Ozeanische Kruste ist dünner und dichter als kontinentale, weil sie aus basaltischem Gestein besteht. Trifft sie auf kontinentale Kruste, taucht sie ab und bildet eine Subduktionszone. Trifft ozeanische auf ozeanische Kruste, sinkt meist die ältere, abgekühlte und damit dichtere Platte ab. Kontinentale Kruste dagegen ist so leicht, dass sie kaum subduziert wird; stattdessen staucht sie sich. Diese unterschiedliche Dichte erklärt, warum an manchen Grenzen Tiefseegräben und Vulkane entstehen, an anderen hingegen gewaltige Faltengebirge ohne nennenswerten Vulkanismus.

Vom Ozean zum Gebirge
Der Himalaya zeigt den typischen Lebenslauf einer Konvergenz: Vor rund 50 Millionen Jahren begann die indische Platte, gegen die eurasische zu drücken. Der dazwischenliegende Ozean wurde zuvor vollständig subduziert. Weil beide Landmassen leicht sind, verdickte sich die Kruste stark und faltete sich auf. Der Mount Everest besteht daher aus marinen Sedimenten, die einst am Meeresboden lagen. Auch die Alpen entstanden durch die Kollision der afrikanischen mit der eurasischen Platte. Solche Gebirge wachsen noch heute, was GPS-Messungen belegen, und werden zugleich durch Erosion wieder abgetragen.

Vulkane und Erdbeben an Subduktionszonen
In Subduktionszonen entsteht Magma nicht durch Aufschmelzen der Platte allein, sondern vor allem, weil Wasser aus der abtauchenden Platte das Mantelgestein oberhalb herabsetzt und so bei niedrigeren Temperaturen schmelzen lässt. Das Magma ist zähflüssig und gasreich, weshalb Vulkane wie in den Anden oft explosiv ausbrechen. Erdbeben treten entlang der abtauchenden Platte bis in mehrere hundert Kilometer Tiefe auf; diese Zone wird nach dem Seismologen Hugo Benioff benannt. Sehr starke Beben an diesen Grenzen können Tsunamis auslösen, wie das Beben vor Japan 2011 zeigte.

Abgrenzung zu anderen Grenztypen
Konvergente Grenzen lassen sich klar von den beiden anderen Grenztypen unterscheiden. An divergenten Grenzen, etwa am Mittelatlantischen Rücken, wandern Platten auseinander und neue Kruste entsteht. An transformen Grenzen, wie am San-Andreas-Graben, gleiten Platten seitlich aneinander vorbei, ohne Kruste zu bilden oder zu vernichten. Nur an konvergenten Grenzen wird Lithosphäre zerstört, weshalb man sie als destruktive Grenzen bezeichnet. Typische Merkmale sind Tiefseegräben, Vulkanbögen, Faltengebirge und die tiefsten Erdbeben der Erde – Merkmale, die an den anderen Grenztypen so nicht auftreten.

Fragen zur Wiederholung

Warum taucht ozeanische, aber kaum kontinentale Kruste ab?

Ozeanische Kruste besteht aus dichtem, basaltischem Gestein und ist schwer genug, um in den Mantel abzusinken. Kontinentale Kruste besteht überwiegend aus Granit und ist deutlich leichter, weshalb sie nicht subduziert wird, sondern sich bei Kollision staucht und auftürmt.

Wie entstehen die Anden?

Die ozeanische Nazca-Platte taucht unter die kontinentale Südamerikanische Platte ab. Dabei bildete sich ein Tiefseegraben, die Kruste Südamerikas wurde angehoben und Magma stieg auf. So entstanden sowohl das Hochgebirge der Anden als auch dessen Vulkankette.

Warum gibt es im Himalaya kaum Vulkane, aber in den Anden viele?

Im Himalaya kollidieren zwei kontinentale Platten; es gibt keine Subduktion und damit kaum aufsteigendes Magma. In den Anden taucht dagegen ozeanische Kruste ab, aus deren freigesetztem Wasser Magma entsteht, das an der Oberfläche Vulkane bildet.