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Das Thema verstehen

Magmatische Gesteine entstehen durch die Erstarrung von Magma oder Lava. Die Mindmap gliedert das Thema in Entstehungsprozesse, die Unterscheidung von Plutoniten und Vulkaniten, wichtige Gesteinsbeispiele wie Granit und Basalt, mineralogische Merkmale sowie den Kreislauf der Gesteine. So lässt sich der Zusammenhang zwischen Abkühlungsgeschwindigkeit, Kristallgröße und Gesteinsstruktur übersichtlich erfassen und für Klausuren oder Referate im Geografieunterricht aufbereiten.

Plutonite und Vulkanite im Vergleich
Die wichtigste Unterscheidung bei magmatischen Gesteinen betrifft den Ort der Erstarrung. Plutonite, auch Tiefengesteine genannt, entstehen, wenn Magma tief in der Erdkruste langsam abkühlt. Dadurch haben Minerale Zeit, zu großen Kristallen zu wachsen, die im Granit mit bloßem Auge erkennbar sind. Vulkanite oder Ergussgesteine dagegen erstarren an der Erdoberfläche, wo Lava sehr schnell abkühlt. Das Ergebnis ist ein feinkörniges oder sogar glasiges Gefüge wie bei Basalt oder Obsidian. Die Abkühlungsgeschwindigkeit bestimmt also direkt die Kristallgröße und damit das Aussehen des Gesteins.

Chemische Zusammensetzung und Farbe
Neben der Abkühlungsgeschwindigkeit prägt der Kieselsäuregehalt des Magmas das Gestein. Saure Magmen mit hohem Kieselsäureanteil sind zähflüssig und erzeugen helle Gesteine wie Granit oder Rhyolith. Basische Magmen sind dünnflüssiger, enthalten weniger Kieselsäure und führen zu dunklen Gesteinen wie Basalt oder Gabbro. Die Farbe allein ist allerdings nur ein grober Hinweis, da auch andere Minerale die Färbung beeinflussen. In der Praxis kombiniert man Farbe, Gefüge und Mineralbestand, um ein Gestein sicher anzusprechen.

Vulkanismus und Plattentektonik
Magmatische Gesteine entstehen bevorzugt dort, wo die Plattentektonik Aufschmelzung ermöglicht. An mittelozeanischen Rücken dringt basaltische Lava auf, wenn Platten auseinanderdriften; der Ozeanboden besteht daher überwiegend aus Basalt. An Subduktionszonen schmilzt Gestein durch Wasserzufuhr und erzeugt zähflüssigere Magmen, die explosive Vulkane wie am Pazifischen Feuerring speisen. Auch Hotspots mitten auf Platten, etwa auf Hawaii oder Island, liefern Magma. Diese Zusammenhänge erklären, warum Vulkanite und Plutonite regional sehr unterschiedlich verbreitet sind.

Der Kreislauf der Gesteine
Magmatische Gesteine sind kein Endzustand, sondern ein Abschnitt im Kreislauf der Gesteine. Granit und Basalt verwittern an der Oberfläche, ihre Bestandteile werden transportiert und bilden Sedimente, aus denen sich Sedimentgesteine entwickeln. Unter großem Druck und hohen Temperaturen wandeln sich Gesteine zu Metamorphiten wie Gneis um. Werden sie wieder tief versenkt, können sie aufschmelzen und neues Magma bilden. Dieser Kreislauf läuft über Millionen Jahre und verbindet alle drei Gesteinsklassen miteinander.

Fragen zur Wiederholung

Warum hat Granit größere Kristalle als Basalt?

Granit erstarrt tief in der Erdkruste und kühlt langsam ab, sodass Minerale zu großen Kristallen wachsen können. Basalt erkaltet an der Oberfläche sehr schnell, daher bleiben die Kristalle klein oder es entsteht sogar Glas.

Was unterscheidet saure von basischen Magmen?

Saure Magmen haben einen hohen Kieselsäuregehalt, sind zähflüssig und erzeugen helle Gesteine wie Granit. Basische Magmen enthalten weniger Kieselsäure, sind dünnflüssiger und bilden dunkle Gesteine wie Basalt.

Wo entstehen magmatische Gesteine bevorzugt?

Vor allem an mittelozeanischen Rücken, an Subduktionszonen und über Hotspots, weil dort Bedingungen herrschen, unter denen Gestein aufschmelzen und Magma aufsteigen kann.