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Der Spanische Bürgerkrieg (1936–1939) wurde zwischen der gewählten republikanischen Regierung und putschenden Militärs unter Francisco Franco ausgetragen. Er gilt als Vorfeld des Zweiten Weltkriegs, weil Deutschland und Italien die Putschisten militärisch unterstützten, während die Sowjetunion und internationale Freiwilligenbrigaden die Republik unterstützten. Der Krieg endete 1939 mit Francos Sieg und leitete eine jahrzehntelange Diktatur ein.

Ursachen und Ausbruch des Krieges
Die 1931 ausgerufene Zweite Spanische Republik versuchte tiefgreifende Reformen: Trennung von Kirche und Staat, Landreformen und die Verkleinerung des Offizierskorps. Diese Vorhaben stießen bei konservativen Eliten, Großgrundbesitzern und Teilen der Kirche auf Widerstand, während Arbeiter- und Bauernbewegungen die Reformen als zu zögerlich kritisierten. Nach dem Wahlsieg der Volksfront im Februar 1936 eskalierte politische Gewalt. Im Juli 1936 putschten Militärs unter Generälen wie Franco, Mola und Sanjurjo gegen die Regierung. Der Putsch gelang nur in Teilen des Landes, sodass sich ein Bürgerkrieg zwischen republikanischer Zone und nationalistischem Gebiet entwickelte.

Internationale Dimension
Der Spanische Bürgerkrieg wurde zu einem international konfigurierten Konflikt. Das Deutsche Reich entsandte die Legion Condor, das faschistische Italien schickte Truppen und Flugzeuge an Francos Seite. Die Sowjetunion belieferte die Republik mit Waffen und Beratern, während Mexiko ebenfalls Unterstützung leistete. Großbritannien und Frankreich verfolgten eine Politik der Nichteinmischung, die faktisch die nationalistische Seite begünstigte. Rund 35.000 Freiwillige aus über 50 Ländern kämpften in den Internationalen Brigaden auf republikanischer Seite. Die Bombardierung Guernicas durch die Legion Condor im April 1937 wurde zum Symbol der Grausamkeit moderner Luftkriegsführung.

Verlauf und Ende des Krieges
Nach dem gescheiterten schnellen Vormarsch auf Madrid 1936 verfestigte sich die Front. Die Nationalisten setzten ihre materielle Überlegenheit und die Einheit ihres Kommandos ein, während die Republik unter inneren Konflikten zwischen Kommunisten, Sozialisten und Anarchisten litt. 1938 erreichte Franco die Mittelmeerküste und zerschnitt das republikanische Gebiet. Die Schlacht am Ebro 1938 war die letzte große Offensive der Republik. Nach dem Fall Kataloniens Anfang 1939 kapitulierte Madrid am 28. März; Franco proklamierte am 1. April 1939 den Sieg und errichtete eine autoritäre Diktatur, die bis 1975 bestand.

Folgen und Erinnerung
Der Krieg kostete je nach Schätzung mehrere Hunderttausend Menschenleben, wobei Kriegsgewalt, Hinrichtungen, Hunger und Krankheiten zusammenwirkten. Hunderttausende flohen ins Exil, vor allem nach Frankreich und Lateinamerika. Unter Franco wurden Gewerkschaften, Parteien und regionale Autonomien unterdrückt; Katalanisch und Baskisch wurden im öffentlichen Leben stark beschränkt. International wurde der Krieg zum Warnsignal vor der Aggression der Achsenmächte. In Spanien wird die Aufarbeitung bis heute diskutiert, unter anderem durch das Gesetz über historische Erinnerung von 2007 und spätere Initiativen zur Bergung von Massengräbern.

Fragen zur Wiederholung

Warum wird der Spanische Bürgerkrieg als Vorfeld des Zweiten Weltkriegs bezeichnet?

Deutschland und Italien erprobten in Spanien Waffen, Flugzeuge und Taktiken, darunter den Einsatz von Bombern gegen Zivilziele wie in Guernica. Die Nichteinmischung der westlichen Demokratien zeigte zudem, dass aggressive Akteure zunächst ohne wirksamen Widerstand operieren konnten.

Welche Rollen spielten die Internationalen Brigaden?

Die Internationalen Brigaden waren von den Kommunistischen Internationale organisierte Einheiten aus Freiwilligen vieler Nationen, die auf republikanischer Seite kämpften. Sie waren militärisch bedeutsam, konnten die materielle Überlegenheit der Nationalisten aber nicht ausgleichen.

Wie endete der Spanische Bürgerkrieg und welche Folgen hatte er?

Der Krieg endete am 1. April 1939 mit dem Sieg der Nationalisten unter Franco. Es folgten Exilwellen, Repression gegen Gegner und eine Diktatur bis zu Francos Tod 1975, danach begann der Übergang Spaniens zur Demokratie.